Wochenende in Bildern 27./28. Mai – Brückentag und Bolognese

Eines gleich vorweg: das war ein echt anstrengendes Wochenende, auch wenn wir das Beste daraus gemacht haben.

Freitag sind wir, dem Brückentag sei Dank, am frühen Vormittag Richtung Norden aufgebrochen. Ich war schon relativ geschafft, als ich ins Auto stieg. Packen für eine Großfamilie bringt mich an meine Grenzen, ich gebe das offen und ehrlich zu. Liebe erfahrene Reiseeltern: wie macht ihr das bloß, ohne total entnervt zu sein?

Nun denn, die Koffer waren im Auto und die Kinder endlich in ihren Kindersitzen festgezurrt, sehr zum Unmut der Hummel, die das Autofahren hasst und damit auch nicht hinter dem Berg hielt. Mit kurzen Schläfchen und einer Pause kamen wir dann leicht entnervt gegen Nachmittag bei der Schwiegerfamilie an.

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Der Schwiegermutter ging es leider gar nicht gut und nach einem kurzen Kaffeeplausch mit Buttermilchkuchen hieß es erstmal „Kinder lüften“.

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Ab auf den Spielplatz. Das Goldkind und sein Cousin hatten Spaß zusammen und die Zwillinge waren glücklich, dass sie im Sand buddeln und die Rutsche erkunden konnten.

Nach dem Abendbrot machten wir die Kinder bettfein und gifteten uns noch ein bisschen an, nachdem das Goldkind und der Strahlemann beim Toben auf den Betten so zusammenstießen, dass der Strahlemann eine blutende Nase davontrug. Nicht schön. Ich blieb dann bei den Kindern und twitterte ein bisschen mit meiner Flauschblase, während der Herzensmann den Abend mit Bruder, Schwägerin und Mutter ausklingen ließ.

Samstag

Neuer Tag, neues Glück. Nach dem Frühstück verlagerten wir uns allesamt in den Garten, denn das Wetter war traumhaft schön. Der Garten meiner Schwiegereltern ist ein wahres Paradies, so dass es sich dort gut aushalten lässt. Es musste noch einiges im Garten erledigt werden und die Kinder halfen tatkräftig mit.

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(Ja, das Goldkind steht auf der Leiter. Der Papa steht direkt am Rande des Bildes. Alles gut!)

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Ich könnte immer nur diesen Garten fotografieren. Merkt man, oder?

Urspünglich wollten wir dann mit den Kindern an den Deich fahren, aber der Verkehr Richtung Ablegestelle Norderney/Juist war entsetzlich und bei 30 Grad mit vier kleinen Kindern im Stau Richtung Strand..nee, lass mal. Wir blieben also im Garten, wo die Kinder ausgelassen mit Wasser spielten, Blaubeeren naschten und mein Schwager und ich „Spaghetti Bolognese- das Gemeinschaftsprojekt“ starteten. Fremde Küche und zwei Menschen..oh weh..aber nein, es hat geschmeckt und wir reden auch noch miteinander!

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Da meine Schwiegermutter so schlecht beisammen war und ein Stall voller Kinder mitunter sehr fordernd sein kann, beschloßen wir, die Heimreise zwei Tage früher anzutreten. Am Sonntag wollten wir auf keinen Fall wegen des Rückreiseverkehrs des langen Wochenendes fahren. Ich kam mir dann unheimlich schlau vor: „Kein Problem, wir machen die Kinder hier bettfein und packen sie im Schlafanzug ins Auto. Dann schlafen sie bald ein und zuhause müssen wir sie nur noch aus dem Kindersitz pflücken und ins Bett legen.“ Macht meine Lieblingsfreundin auch immer so. Also mit ihren Kindern.

Unsere Kinder so:

Das Goldkind war von 2 Stunden und 50 Minuten Fahrt insgesamt 2 Stunden und 47 Minuten wach und beglückte uns mit Forderungen nach „Trinken“, „Keks“, „Bibi Blocksberg“, „Buch gucken“ und „Wann sind wir da?“.

Die Hummel schlief einen Großteil der Fahrt, jaulte aber zuverlässig auf, sobald wir unter 80 kmh langsam wurden.

Der Strahlemann jammerte erst, und brüllte sich dann die Seele aus dem Leib (was mir fast das Herz brach) und fiel irgendwann einen verzweifelten, von Schluchzern begleiteten leichten Schlaf, der bei jeder roten Ampel unterbrochen wurde.

Aber die Abendsonne war schön.

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Der Herzensmann und ich sangen zuerst noch munter Kinderlieder zur Beruhigung, den Rest der Fahrt haben wir noch genau zwei Sätze gewechselt, die da lauteten:

„Bin ich froh, dass wir dieses Jahr nicht in den Urlaub fahren“

und

„Sollte ich jemals auf die Idee kommen, nach Italien oder Frankreich zu fahren, solange unsere Kinder unter 10 sind, hau mir bitte mal kräftig vor die Stirn.“

Mehr muss man nicht wissen.

Zuhause legten wir die Jungs recht entspannt ins Bett. Die Hummel, ganz und gar kein Reisekind, wie sie in den letzten 48 Stunden lautstark bewiesen hatte, merkte schnell dass sie im heimischen Bett war und war dann so außer sich vor Freude, dass ich sie wieder mit ins Wohnzimmer nahm. Dort wippte, lachte und spielte sie vollkommen glücklich bis Mitternacht.

Sonntag

Die Sonntagszeitung ließ uns beim Frühstück (um 8:30 Uhr, wohoo!) wissen, dass es im heimischen Zoo Schneeleopardennachwuchs zu bewundern gibt, so dass das Goldkind darauf bestand bitte sofort in den Zoo zu gehen.  Das Wetter durchkreuzte leider unsere Pläne, denn es gewitterte recht ordentlich. Uns blieb nichts anderes übrig, als zuhause zu bleiben und uns das Naturschauspiel im Trockenen anzuschauen.

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Drei Kinder unter drei so einen ganzen Vormittag zuhause in Schach zu halten, ist ja eine unserer leichtesten Übungen. Nicht.

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Dem Goldkind ist die Luftumstellung nicht besonders gut bekommen, denn er hatte einen waschechten Blitzableitertag. Umso schlimmer, wenn man zuhause rumhängen muss. Wir gingen dann überaus zeitig zum Mittagsschlaf über. Besser ist das. Nach dem Mittagsschlaf gab es ein schnelles Nudelessen und da die Sonne schien brannte, konnten wir endlich in den Zoo. Mir war es viel zu warm, aber versprochen ist versprochen und ich wollte auf keinen Fall einen weiteren Wutausbruch riskieren.

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Die Zwillinge füßelten ein bisschen, wir trafen noch liebe Bekannte und die Schneeleopardenbabys waren wirklich niedlich anzuschauen.

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Mit dem Versprechen, den großen Pool aufzupusten, lockten wir das Goldkind nach Hause (ohne Wutanfall, puh!).

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Die Kinder planschten eine Runde und zum Abendessen gab es nur noch etwas Obst und selbstgemachtes Erdbeereis.

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Das gab dem geliebten Goldkind immerhin genug Energie für den folgenden Wutanfall, da der Papa die Unverschämtheit besaß, ihm die Zähne putzen zu wollen.

Als die Kinder dann im Bett waren, besprachen wir noch die Woche und dann ging es für uns an die Arbeit, bloggen und korrigieren.

Mehr Wochenenden in Bildern findet ihr bei Geborgen Wachsen

Herzlichst

Pluripara