Bewusst Familie leben

Es war einmal ein Paar. Dieses Paar hatte sich, ganz klassisch, auf der Arbeit kennengelernt. Sie kannten sich schon eine ganze Weile, bis sie eines Tages feststellten, wie gut und richtig und aufregend es sich anfühlte, zusammen zu sein. Sie entschlossen sich gegen alle Widrigkeiten, miteinander zu leben. Sie lebten ihre Verliebtheit aus, machten tolle Urlaube und genossen ihre Zeit zu zweit in vollen Zügen. Nach einiger Zeit heirateten sie und beschlossen, eine Familie zu gründen. Es dauerte zwar eine ganze Weile, aber das erste Kind wurde schließlich gesund und munter geboren.

Das Paar war überglücklich. Ihr sehnlichster Wunsch war in Erfüllung gegangen. Das erste Babyjahr war zwar turbulent, aber auch wunderschön. Das erste Kind war gerade ein Jahr alt geworden, da stellte sich schon weiterer Familienzuwachs ein. Das Paar wurde gleich doppelt beschenkt: Zwillinge! Mit viel Zuversicht und Mut freuten sie sich auf die erneute positive Veränderung in ihrem Leben…

…und landeten alsbald auf dem Boden der Tatsachen. Nach einer schweren Geburt mit Komplikationen kam der Familienalltag. Plötzlich mussten sie drei Kindern unter drei Jahren gerecht werden. Das erste Kind in der Autonomiephase, Zwillinge die ständig gestillt werden wollten, schlaflose Nächte, Eifersucht, Überforderung, Verzweiflung, Funktionieren.

Und irgendwann der Abend, als sie zusammensaßen und feststellten, wie unsichtbar sie geworden waren.

Liebe Leser/innen, es ist offensichtlich. Das ist unsere Geschichte.

Warum ich es aufschreibe? Weil ich der Überzeugung bin, dass es vielen ganz ähnlich geht. Dafür braucht es nicht einmal unsere sportliche Familiensituation.

Ich erlebe es nicht nur bei uns, ich erlebe es in ganz vielen Familien um uns herum: Wir sind Eltern, wir sind berufstätig, wir wollen alles gut machen. Nein, wir wollen es perfekt machen. Wir wollen keine Fehler machen, immer gut gelaunt sein, gesund essen, Sport machen, die Bude soll instagramfein sein, regelmäßig unsere Freunde sehen, rauschende Feste feiern, auf dem neuesten Stand bleiben, tolle Klamotten haben.

Wir überfordern uns selbst und andere mit unseren Ansprüchen und bleiben atemlos zurück, voller Selbstzweifel. Denn der Familienalltag ist meist nicht instagramtauglich. Er ist chaotisch, unordentlich, anstrengend und kann einen völlig mürbe machen.

Er kann aber auch entschleunigend, phantasievoll, inspirierend und liebevoll sein.

Und genau darum geht es in diesem Blog.

Es geht darum, sichtbar zu bleiben im Familienalltag, bei sich selbst und beim Partner zu bleiben und natürlich nicht zuletzt bei den Kindern. Es geht um Beziehungen innerhalb und außerhalb der Familie, es geht ums Erziehen oder eben gerade nicht (!), praktische Tipps, Inspirationen ohne Perfektionsdruck, Gedankenanstöße.

Wir freuen uns über Austausch und vielleicht habt ihr ja Lust, uns auf unserer Entwicklung zum bewussten und achtsamen Familienleben zu begleiten.

Herzlichst

Pluripara

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